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Regel für das Wandeln hinterlegen

Beim Wandeln von Vorgängen können Regeln an mehreren Punkten im Prozess eingreifen: vor dem Wandeln, nach dem Wandeln sowie zur Vorbelegung der Vorgangsart im Wandelnformular. Diese Seite beschreibt, wie Sie eine solche Regel anlegen, die passende Auswertungsposition zuweisen und die Regel über den Buchungsparameter aktivieren.

Voraussetzungen

  • Sie haben Zugriff auf den Bereich STAMMDATEN und die Verwaltung der Regeln.
  • Die Buchungsparameter für den betreffenden Vorgangstyp sind bekannt und zugänglich.
  • Die Ziel-Felder, die beim Wandeln befüllt oder geprüft werden sollen, sind als exportierbare Datenbankfelder verfügbar.
  • Optional: Der Formeleditor ist Ihnen bekannt, falls Sie Feldzuweisungen über Formeln verwenden möchten.

Einrichtung

Schritt 1: Neue Regel anlegen

Öffnen Sie die Regelverwaltung über den Navigationspfad:

PARAMETER - (JEWEILIGEN BEREICH WÄHLEN) - Regeln

Klicken Sie auf Neu, um eine neue Regel anzulegen. Vergeben Sie einen aussagekräftigen Namen, der den Zweck der Regel eindeutig beschreibt (z. B. „Wandeln – Zielfeld nach Wandeln füllen").

Regelverwaltung mit geöffnetem Neu-Dialog, Namensfeld ausgefüllt

Ergebnis: Eine neue Regel ist angelegt und steht zur weiteren Konfiguration bereit.


Schritt 2: Auswertungsposition für das Wandeln wählen

Im Regelformular wählen Sie im Feld Auswertungsposition die passende Position für Ihren Anwendungsfall:

Auswertungsposition Wann wird die Regel ausgeführt?
Vor dem Wandeln Unmittelbar bevor der Wandelvorgang gestartet wird – z. B. für Prüfungen oder Abfragen.
Nach dem Wandeln Nachdem der Zielvorgang erzeugt wurde – z. B. um Felder im Zielvorgang zu füllen.
Vorgangsart im Wandelnformular vorbelegen Beim Öffnen des Wandelnformulars – um die Vorgangsart automatisch vorzuschlagen.

ℹ️ Welche Position ist die richtige? Soll ein Feld im Zielvorgang gefüllt werden, verwenden Sie Nach dem Wandeln. Soll die Regel den Prozess abbrechen oder eine Meldung zeigen, bevor der Zielvorgang erzeugt wird, wählen Sie Vor dem Wandeln.

Wählen Sie die gewünschte Auswertungsposition aus dem Dropdown-Feld aus.

Dropdown-Feld "Auswertungsposition" mit den drei Wandeln-Positionen

Ergebnis: Die Auswertungsposition ist gesetzt; das Formular zeigt nun die für diese Position verfügbaren Anweisungsarten.


Schritt 3: Bedingung definieren

Wechseln Sie in den Bereich Bedingungen der Regel. Legen Sie fest, unter welchen Umständen die Regel ausgeführt werden soll.

  • Wählen Sie ein Datenbankfeld aus den exportierbaren Feldern der betreffenden Datenbank.
  • Legen Sie den Vergleichsoperator (z. B. „ist gleich", „enthält", „ist leer") fest.
  • Tragen Sie den Vergleichswert ein.

ℹ️ Keine Bedingung erforderlich? Wenn die Regel immer beim Wandeln ausgeführt werden soll, lassen Sie den Bedingungsbereich leer, oder Sie aktivieren den Haken „Immer ausführen". Die Regel wird dann bedingungslos ausgeführt.

Bedingungsbereich mit aktiviertem Kennzeichen "Immer ausführen"

⚠️ Hinweis zu bestimmten Auswertungspositionen Bei den Wandeln-Positionen prüft die Analyse-Funktion, ob eine Bedingung vorhanden ist. Fehlt sie, erscheint ein Analyse-Hinweis. Prüfen Sie, ob das für Ihren Anwendungsfall gewollt ist.

Ergebnis: Die Bedingung ist konfiguriert; die Regel wird nur dann ausgeführt, wenn die Bedingung erfüllt ist.


Schritt 4: Anweisung (Dann-Teil) konfigurieren

Wechseln Sie in den Bereich Anweisungen und klicken Sie auf Neu, um eine Regelanweisung hinzuzufügen.

Wählen Sie die passende Anweisungsart:

Feldzuweisung Weist einem Feld im Ziel- oder Quellvorgang einen Wert zu.

  1. Wählen Sie Anweisungsart: Feldzuweisung.
  2. Wählen Sie das Zielfeld aus den exportierbaren Feldern.
  3. Wählen Sie die Art der Feldzuweisung:
  4. Feldwert mit Vorgabewert füllen – trägt einen festen Wert ein.
  5. Feldwert über Formel füllen – berechnet den Wert dynamisch über den Formeleditor.
  6. Feldwert löschen – setzt das Feld auf leer.
  7. Tragen Sie bei Bedarf den Vorgabewert ein oder öffnen Sie den Formeleditor.

Meldung / Abfrage Zeigt dem Anwender beim Wandeln eine Meldung an oder fragt ihn, ob er fortfahren möchte.

  1. Wählen Sie Anweisungsart: Meldung / Abfrage.
  2. Formulieren Sie den Meldungstext.
  3. Legen Sie fest, ob die Meldung nur informierend ist oder ob der Anwender den Vorgang bestätigen muss (Abfrage mit Ja/Nein).

⚠️ Vorgangsabbruch bei Ablehnung Bei einer Abfrage (Ja/Nein) wird der Wandelprozess abgebrochen, wenn der Anwender „Nein" wählt. Verwenden Sie diese Variante bewusst für Pflichtprüfungen.

Regelanweisung mit gewählter Anweisungsart "Feldzuweisung" und ausgefülltem Zielfeld

Aktivieren Sie bei Bedarf die Steueroptionen:

Option Wirkung
Keine weiteren Regelanweisungen auswerten Nach Ausführung dieser Anweisung werden keine weiteren Anweisungen innerhalb derselben Regel geprüft.
Keine weiteren Regeln auswerten Nach Ausführung dieser Anweisung werden keine weiteren Regeln für diese Auswertungsposition geprüft.
Nur ausführen, wenn zuvor keine Regelanweisung ausgeführt wurde Die Anweisung wirkt als Fallback – sie greift nur, wenn keine vorherige Anweisung ausgeführt wurde.

Ergebnis: Die Regelanweisung ist vollständig konfiguriert und in der Anweisungsliste gespeichert.


Schritt 5: Regel im Buchungsparameter aktivieren

Damit die Wandeln-Regeln tatsächlich ausgeführt werden, muss das zugehörige Kennzeichen im Buchungsparameter aktiviert sein.

Öffnen Sie den Buchungsparameter des betreffenden Vorgangstyps:

PARAMETER - VORGÄNGE UND ZWISCHENBELEGE - BUCHUNGSPARAMETER > [Buchungsparameter öffnen]

Suchen Sie im Reiter der Wandeln-Einstellungen nach dem Kennzeichen:

  • Regeln für Wandeln abarbeiten

Aktivieren Sie dieses Kennzeichen.

Buchungsparameter-Formular, Reiter Wandeln, Kennzeichen "Regeln für Wandeln abarbeiten" aktiviert

⚠️ Regel ohne Buchungsparameter-Kennzeichen wird nicht ausgeführt Auch wenn die Regel korrekt konfiguriert ist, wird sie nicht ausgeführt, solange das Kennzeichen im Buchungsparameter nicht gesetzt ist. Dies ist die häufigste Ursache, wenn Wandeln-Regeln scheinbar nicht greifen.

Ergebnis: Der Buchungsparameter ist so konfiguriert, dass Regeln beim Wandeln dieses Vorgangstyps ausgewertet werden.


Schritt 6: Konfiguration mit der Analyse-Funktion prüfen

Öffnen Sie nach der Einrichtung die Analyse-Funktion für die angelegte Regel:

REGISTER "HILFE" - TOOLS - ANALYSE ASSISTENT... - ANALYSE FÜR REGELN

Die Analyse prüft automatisch:

  • Ob eine Bedingungsprüfung für die gewählte Auswertungsposition vorhanden ist.
  • Ob die Anweisungen auf Felder zugreifen, die bei der gewählten Auswertungsposition nicht verfügbar sind (z. B. Blob-Felder oder DBInfo-Zugriffe).
  • Ob widersprüchliche Steueroptionen gesetzt sind.

Beheben Sie alle angezeigten Warnungen und Hinweise, bevor Sie die Regel produktiv einsetzen.

Ergebnis der Analyse-Funktion mit Warnungen/Hinweisen zur geprüften Regel

ℹ️ Analyse-Hinweis: Keine Bedingungsprüfung Wenn die Analyse meldet, dass keine Bedingungsprüfung vorhanden ist, ist dies kein Fehler – aber ein Hinweis, dass die Regel bedingungslos ausgeführt wird. Prüfen Sie, ob das Ihrem Anwendungsfall entspricht.

Ergebnis: Die Regel ist analysiert und alle Warnungen sind bewertet oder behoben.


Ergebnis

Die Regel für das Wandeln ist vollständig eingerichtet: Sie greift zur konfigurierten Auswertungsposition, prüft die definierte Bedingung und führt die Anweisung aus. Der Buchungsparameter ist aktiviert, sodass die Regel bei jedem Wandelvorgang des betreffenden Typs berücksichtigt wird.

Nächste Schritte