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Vorgangserzeugung (Zahlung/Versand)

Register: VORGANGSERZEUGUNG – Konfiguration der Vorgangsanlage von Bestellungen

Auf dem Register: VORGANGSERZEUGUNG legen Sie fest, wie Bestellungen aus dem Shop in Ihrer Warenwirtschaft angelegt werden.

Standardkonfiguration

Feld Bedeutung Weitere Infos
Vorgangsart In welcher Art werden Shop-Bestellungen angelegt? (z. B. „Bestellung Shopware"). Tipp: Legen Sie für jede Plattform eine eigene Vorgangsart an. PARAMETER → VORGÄNGE UND ZWISCHENBELEGE → ARTEN – Vorgangsarten (Vorgänge)
Versand-Zahlweise Hiermit legen Sie fest, welche Versandzahlweise im Vorgang vorausgewählt ist. Wählbar: „Auf Rechnung" (Standard), „Per Nachnahme"
Zahlungsart Hiermit legen Sie fest, welche Zahlungsart im Vorgang vorausgewählt ist. PARAMETER → ABRECHNUNG → ZAHLUNGSARTEN – Zahlungsarten (für Zahlungsverkehr)
Zahlungsbedingung Hiermit legen Sie fest, welche Zahlungsbedingung in den Vorgang geschrieben wird. PARAMETER → ADRESSEN → ZAHLUNGSBEDINGUNGEN – Zahlungsbedingungen
Versandart Hiermit legen Sie fest, welche Versandart im Vorgang vorausgewählt ist. PARAMETER → VERSAND → ARTEN – Arten (Versand)

Eine Beispiel-Standardkonfiguration könnte folgendermaßen aussehen:

Feld Beispielwert
Vorgangsart BK Shopware
Versand-Zahlweise Auf Rechnung
Zahlungsart (Warenwirtschaft) Überweisung – SEPA
Zahlungsbedingung Überweisung
Versandart (Warenwirtschaft) DHL Standard


Wie lassen sich verschiedene Optionen für die Vorgangsanlage berücksichtigen?

Neben der „Standardkonfiguration" stehen zusätzlich die Tabellen Zahlungsarten und Versandarten zur Verfügung.

Nutzen Sie diese Tabellen, um weitere vom Shop oder Marktplatz angebotene Zahl- und Versandoptionen mit den in microtech ERP konfigurierten Optionen zu verknüpfen. Über dieses „Mapping" werden die in der Plattform angebotenen Optionen passend für die Vorgangsanlage übersetzt. Zahlungs- und Versandarten der Plattform, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen, nutzen die „Standardkonfiguration". Decken Sie nach Möglichkeit alle angebotenen Optionen durch ein passendes Mapping ab.

Beispiel für eine Konfiguration der Zahlungsarten

Bezeichnung IDString (Beispiel) Zahlungsart Zahlungsbedingung Vorgangsart Liefer-/Versand-Zahlweise
Direct Debit 0199145220d27178b… Über Kreditkarte Vorkasse bei Auftragserteilung BK Shopware Auf Rechnung
Paid in Advance 01991452210a7092… Überweisung – SEPA Vorkasse bei Auftragserteilung BK Shopware Auf Rechnung

Beispiel für eine Konfiguration der Versandarten

Bezeichnung IDString (Beispiel) Versandart Fracht-Artikelnummer
Express 01991452216d71e1… UPS Express X_FRACHT
Standard 01991452216d71e1… DHL Standard X_FRACHT


Platzhalter-Artikel („dummy") für Zusatzpositionen

Für bestimmte Informationen aus dem Shop benötigt microtech ERP sogenannte Dummy-Artikel. Diese legen Sie vorab in den Artikel-Stammdaten an und tragen die Artikelnummer hier ein:

Feld Unterstützte Plattformen Wofür? Wann wird die Position eingefügt? Beispiel Artikelnummer
Fracht-Artikelnummer Shopware
Amazon
eBay
Kaufland
Versandkosten werden auf Rechnung ausgewiesen Wenn Versandkosten größer als Null sind X_FRACHT
Rabatt-Artikelnummer Shopware
Amazon
Shopify
Rabatte und Promotions werden auf Rechnung ausgewiesen Wenn die Transaktion einen Rabatt enthält X_RABATT
Service-Artikelnummer Amazon FBA Geschenkverpackung bei Amazon FBA wird auf Rechnung ausgewiesen Wenn der Kunde die Geschenkverpackung gewählt hat X_SERVICE

Beachten Sie

Dummy-Artikel benötigt: Artikelart: "Standard"

Alle Platzhalter-Artikel müssen die Artikelart „Standard" haben. Andere Artikelarten können dazu führen, dass Bestellungen nicht korrekt importiert werden.


Shopware Gen. 24

Bestellungen einladen, wenn …

Verfügbarkeit

Diese Funktion steht ab Generation 24 zur Verfügung und wird aktuell ausschließlich für Shopware angeboten.

Über diese Funktion können Sie restriktiv festlegen, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine Bestellung eingeladen wird.

Es gilt:

  • Wurde in der Tabelle noch keine Eingrenzung vorgenommen, wird das Einladen ALLER verfügbaren Bestellungen gewährleistet.
  • Wird eine Eingrenzung vorgenommen, gelten die Regeln nach dem ODER-PRINZIP: Es werden nur noch Bestellungen eingeladen, für die eines der aufgeführten Kriterien zutrifft.
  • Die Filter funktionieren additiv – Sie entscheiden über die gewählten Kombinationen, welche Konstellationen als Vorgang abgerufen werden sollen.

Beachten Sie

Sobald eine Bedingung eingetragen ist, muss auch für alle weiteren genutzten Zahlungsarten definiert werden, welche Status eingeladen werden sollen. Alle Status, die nicht eingetragen werden, werden nicht eingeladen.

Beispiel: „SEPA Lastschrift" soll mit den Status „Bezahlt" und „Teilweise bezahlt" eingeladen werden. Für beide Optionen ist jeweils eine Zuordnung einzurichten. Sobald eine Eingrenzung für eine Zahlungsart erfolgt ist, muss auch für alle weiteren genutzten Zahlungsarten eine Konfiguration eingetragen werden.

Beachten Sie

Lassen Sie im Zweifelsfall die Tabelle leer. Ohne eingetragene Bedingung werden ALLE Bestellungen abgeholt.

Bedenken Sie auch Sonderfälle, wie einen wartenden Status bei PayPal oder eine teilweise bezahlte Bestellung. Fassen Sie das Raster zunächst größer und schränken Sie es nach Bedarf weiter ein.


Alle Plattformen Alle Generationen

Woran lässt sich erkennen, ob ein Vorgang von einer Plattform stammt?

Register: VORGABEN enthält Angaben zur Plattform

  • Im Bereich: E-COMMERCE → STAMMDATEN → Register: PLATTFORMEN lassen sich über WEITERE → BEREICHS-AKTIONEN → BELEGE AUS DER PLATTFORM HERUNTERLADEN (SYSTEMVORGABE) die Bestellungen als Vorgänge einladen.
  • Nach dem Einladen befinden sich diese unter: VERKAUF → VORGÄNGE → Register: VORGÄNGE.
  • Sie erkennen über die Plattform eingeladene Vorgänge am Register: VORGABEN. In der Gruppe „Plattform" werden die „Plattformnummer", der „Verkaufskanal" sowie die „Referenz" und ggf. „Teilreferenz" der Plattform eingetragen.


Welche Felder werden im Vorgang durch die Konfiguration befüllt?

Register: Adresse

  • Die Vorgangsart im Kopf der Maske
  • Versandart, Versand-Zahlweise und Zahlungsart auf dem Register: „Adresse"

Register: Positionen

  • Als Position wird der in der Plattform verknüpfte Artikel aus den Stammdaten eingetragen
  • Zusätzlich werden Platzhalter-Artikel („dummy") für Zusatzpositionen wie z. B. Versandkosten eingeladen (im Beispiel: „X_FRACHT")

Register: Adr.-Kennzeichen

  • In der Gruppe „Zahlungskonditionen" wird die Zahlungsbedingung eingeladen.
  • In der Gruppe „USt durch elektr. Schnittstelle" lässt sich über JA / NEIN / NICHT ANGEGEBEN eintragen, ob die Abführung der Umsatzsteuer im Rahmen von u. a. OSS bereits durch die Plattform erfolgt.

Beachten Sie

Das Feld „USt durch elektr. Schnittstelle" beeinflusst die Steuerberechnung! Der Feldwert sollte deshalb nur automatisch von der Schnittstelle gefüllt werden, niemals manuell! Bei nicht unterstützten Plattformen sollte das Feld nicht weiter beachtet werden (der Standard-Wert ist dann „Nicht angegeben").

Info

Die Einstellungen und Vorarbeiten für dieses Verfahren finden Sie hier: