Zum Inhalt

Signatureinheit (Österreich)

Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV)

In Österreich müssen Registrierkassen gemäß der Registrierkassensicherheitsverordnung (RKSV) durch eine technische Sicherheitseinrichtung gegen Manipulationen geschützt sein. Jeder Barumsatz wird dabei mit einer Signatur versehen, die dem Unternehmer zugeordnet ist. Für die Umsetzung in microtech ERP wird eine Chipkarte der Firma A-Trust in Kombination mit einem kompatiblen Kartenlesegerät verwendet.

Detaillierte Informationen zur RKSV

Alle Details zur Registrierkassensicherheitsverordnung – von der Einrichtung über Kassenbelege bis zum Datenerfassungsprotokoll – finden Sie im Bereich Österreich: Registrierkassenpflicht und RKSV.

Diese Anbindung steht Ihnen in österreichischen Mandanten zur Verfügung und wird über Registerkarte: DATEI – INFORMATIONEN – EINSTELLUNGEN – ANBINDUNGEN über die Schaltfläche: NEU angelegt.

Alt-Text

Alt-Text

Über die Schaltfläche: EINSTELLUNGEN wählen Sie das entsprechende Kartenlesegerät.

Alt-Text

Informationen zum Einlesen der Signatur entnehmen Sie bitte dem Abschnitt "Signatur einlesen" auf der Seite Signatureinheit einrichten.

Voraussetzungen

Für die Einrichtung und Nutzung der Signatureinheit werden benötigt:

  • microtech ERP ab Version 7089.10 (für die Unterstützung der aktuellen Kartengenerationen)

  • Ein QR-Code-fähiger Bondrucker bzw. DIN-A4-Drucker

  • Eine Chipkarte inkl. Zertifikat der Firma A-Trust

  • Ein kompatibler Kartenleser (z. B. Gemalto IDBridge CT40 oder ein aktuelles Modell)

Unterstützte Kartengenerationen

Seit Einführung der RKSV gab es mehrere Generationen von A-Trust-Signaturkarten:

Kartengeneration Status Unterstützung in microtech ERP
Card-OS Auslaufend (begrenzte Restlaufzeit) Unterstützt
ACOS-ID 2.1 Abgelaufen seit Juni 2025 – darf nicht mehr verwendet werden Unterstützt
ACOS-ID 4.1 Aktuelle Generation – wird von A-Trust seit 2025 ausschließlich ausgeliefert Unterstützt ab Version 7090

Info

Wichtig für Anwender mit älteren Karten

Die Chipkarten der Generation ACOS-ID 2.1 haben seit Juni 2025 keine gültige Beglaubigung mehr, da das verwendete Kryptografieverfahren als nicht mehr sicher eingestuft wurde. Betroffene Anwender müssen auf die aktuelle Kartengeneration ACOS-ID 4.1 wechseln. A-Trust liefert ausschließlich Karten dieser neuen Generation aus.

Beachten Sie

Aktuelles Kartenlesegerät erforderlich

Für die Nutzung der ACOS-ID 4.1-Karten kann neben dem Programm-Update auch ein aktuelles Kartenlesegerät erforderlich sein. Ältere Lesegeräte sind unter Umständen nicht mit der neuen Kartengeneration kompatibel. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Partner oder bei A-Trust.

Ablauf der Signierung

Beim Kassieren mit aktiver Signatureinheit läuft die Signierung wie folgt ab:

  1. Der Kassenvorgang wird erzeugt.
  2. Beim „Buchen & Drucken" wird die Signatur von der Chipkarte abgerufen und an microtech ERP zurückgeliefert.
  3. In Kombination mit der Signatur wird ein QR-Code auf dem Beleg hinterlegt.
  4. Bei Bedarf kann das österreichische Finanzamt diesen QR-Code prüfen.

Info

Da die Signatur bei jedem Kassenvorgang von der Chipkarte geholt werden muss, können unter Umständen kurze Verzögerungen beim „Buchen & Drucken" auftreten.

Registrierung bei FinanzOnline

Die Signaturerstellungseinheit muss über FinanzOnline beim österreichischen Finanzamt registriert werden. Der empfohlene Ablauf laut Bundesministerium für Finanzen (BMF) ist:

  1. Inbetriebnahme der Signaturerstellungseinheit (Sicherheitseinrichtung) lt. RKSV
  2. Registrierung der Signaturerstellungseinheit
  3. Registrierung der Registrierkasse
  4. Inbetriebnahme der Registrierkasse durch Erstellung des Startbeleges
  5. Prüfung des Startbeleges
  6. Beginn des laufenden Betriebes – Umsatzbuchungen sind möglich

Für die Registrierung bei FinanzOnline benötigen Sie die Kassen-ID und den AES-Schlüssel. Beide Werte finden Sie unter PARAMETER – KASSE – KASSENDEFINITIONEN – z. B. Kasse 0 – Register: „Nummer / Berechtigung".

Hinweis

Vor Inbetriebnahme der Kasse muss diese bei FinanzOnline registriert sein. Erst dadurch kann sichergestellt werden, dass der Startbeleg ein korrektes Prüfergebnis liefert.

Ausfall der Sicherheitseinrichtung

Wenn die Signatureinheit vorübergehend ausfällt und anschließend wieder in Betrieb genommen werden kann, erstellt microtech ERP automatisch einen Sammelbeleg. Dieser fasst die während des Ausfalls nicht signierten Belege zusammen. Nicht signierte Belege erkennen Sie im Kassenstand über die Variable „Signatureinheit ausgefallen Kennzeichen [SigAusfallKz]".

Ist eine Wiederinbetriebnahme nicht möglich und dauert der Ausfall länger als 48 Stunden, muss eine weitere Registrierkasse in Betrieb genommen und der Ausfall bei FinanzOnline gemeldet werden.