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Druckdesigner (ab v31)

Überblick der Neuerungen

Barcodes: "Design QR" und "ITF"

Die Barcode-Typen "Design QR" und "ITF" stehen ab dieser Version über die Registerkarte: EINFÜGEN - BARCODE zur Auswahl.

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ITF (Interleaved 2 of 5)

ITF ist ein rein numerischer Barcode, der besonders robust auf Wellpappe und Karton druckbar ist. Er eignet sich deshalb vor allem für die Kennzeichnung von Kartons, Paletten und Versandeinheiten im Warenausgang bzw. Lager – z. B. auf Lieferscheinen, Palettenetiketten oder Versanddokumenten, wo keine POS-Scannung, sondern nur eine Erfassung im Wareneingang/-ausgang nötig ist. Die bekannteste Variante ist ITF-14 für die 14-stellige GTIN.

Info

Wann ist ein ITF-Barcode von Vorteil?

Immer dann, wenn ein robuster, gut lesbarer Barcode auf einfachem Verpackungsmaterial benötigt wird – nicht für den Einzelhandelsscan am Kassenband (dafür bleiben EAN/UPC zuständig).

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Design QR

Mit "Design QR" lässt sich ein Bild bzw. Logo in einen frei definierbaren Bereich des QR-Codes einbetten. Zusätzlich sind Modulgröße und Modulform anpassbar, sodass der Code sich optisch an ein Corporate Design anpassen lässt (z. B. für Rechnungen, Flyer oder Marketingmaterial), ohne die Lesbarkeit zu verlieren – die hohe Fehlerkorrektur von QR-Codes macht das möglich.

Im Dialog "Barcode-Inhalt" wählen Sie unter der Datenquelle als Typ "Design-QR" aus. Über die Schaltfläche mit dem Strichcode-Symbol (rechts neben dem Typ-Auswahlfeld) öffnen Sie die "Design-QR Barcode-Eigenschaften". Dort ist unter Erscheinungsbild → Bild → Dateiname das Einfügen einer Bilddatei möglich.

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Farblichen Akzent setzen

Ein farbiger Akzent (z. B. ein rotes oder blaues Logo-Element) lässt sich nicht über eine separate Farbeinstellung erzeugen, sondern ausschließlich über die Eigenschaft Bild:

  1. Öffnen Sie über die Schaltfläche mit dem Strichcode-Symbol im Dialog "Barcode-Inhalt" die "Design-QR Barcode-Eigenschaften".
  2. Definieren Sie ggf. unter Ausgabebereich für Bild Position und Größe des Bildbereichs.
  3. Hinterlegen Sie unter Bild → Dateiname (oder Formel/Variable für dynamische Inhalte) eine Bilddatei mit dem gewünschten Farbakzent (z. B. ein farbiges Logo-PNG).
  4. Über Originalgröße steuern Sie, ob Proportionen erhalten bleiben und wie das Bild angeordnet wird (z. B. zentriert).

Hinweis zur Lesbarkeit des QR-Codes

Die Fehlerkorrektur ist standardmäßig auf Level H (höchste Stufe) gesetzt. Das ist notwendig, damit der Code trotz des eingebetteten Bildes zuverlässig scanbar bleibt. Bei sehr kleinen oder unauffälligen Bildern kann ggf. eine niedrigere Stufe ausreichen.

Wie lässt sich dynamischer Inhalt als QR-Code nutzen?

Für variable Inhalte (z. B. aus einem Datenbankfeld) kann statt "Text" die Option "Formel" gewählt werden, z. B.: Barcode(Artikel.URL, "DesignQR")

Barcode-Typ: EPC (GiroCode)

Mit dem Barcode-Typ "EPC" (GiroCode) können Sie SEPA-Überweisungsdaten direkt als scanbaren, standardisierten QR-Code in Ihr Layout einfügen (u. a. IBAN, BIC, Betrag und Verwendungszweck). Der Vorteil: Beim Scannen mit einer Banking-App werden diese Daten automatisch ins Überweisungsformular übernommen – Tippfehler bei der Zahlung entfallen. Über die Schaltfläche: OPTIONEN... lassen sich u. a. folgende Angaben hinterlegen: Empfänger-IBAN, Empfänger-BIC, Empfängername, Verwendungszweck, Referenz, Nutzung und ein Hinweistext.

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Manuelles Ausfüllen der Felder mit "Anführungszeichen"

Die Eigenschaftsfelder (Empfänger-IBAN, Empfängername, Verwendungszweck usw.) sind Formel-Felder, keine reinen Texteingaben. Ein Wert wie DE12345678901234567890 ohne Anführungszeichen erzeugt einen Syntaxfehler, da der Designer ihn als Formelausdruck statt als Text interpretiert. Korrekt ist die Eingabe als String-Literal, z. B. "Herr Test und seine TEST-IBAN" oder "DE89370400440532013000".

Sind alle Felder korrekt in Anführungszeichen gesetzt und enthält die IBAN eine gültige Prüfziffer, erzeugt der Designer einen vollständigen, farbigen QR-Code. Dieser kann anschließend in allen gängigen Bank-/Empfängeranwendungen gescannt werden – die Zahlungsdaten werden dabei automatisch übernommen.

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Felder mittels Formel füllen

Neuer Barcode-Typ: Pharmacode

Zusätzlich steht der Barcode-Typ "Pharmacode" (auch Laetus-Code) zur Verfügung, auswählbar ebenfalls über die Registerkarte: EINFÜGEN - BARCODE. Er wurde speziell für die Verpackungskontrolle in der Pharma-Industrie entwickelt: Verpackungsanlagen nutzen ihn, um automatisiert zu prüfen, ob Medikamente mit dem passenden Beipackzettel und der richtigen Faltschachtel zusammengeführt wurden.

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Eigenschaften:

  • Binärer Aufbau: Anders als z. B. bei EAN werden die Daten über unterschiedlich dicke Balken binär codiert.
  • Rein numerisch: Darstellbar sind ganze Zahlen von 3 bis 131.070.
  • Hohe Fehlertoleranz: Der Code bleibt auch bei Druckfehlern oder teilweiser Verdeckung zuverlässig lesbar.
  • Flexibel: Kein Start-/Stoppzeichen nötig, in verschiedenen Farben druckbar, in beide Richtungen lesbar.

Nicht verwechseln mit PZN oder Schweizer Pharmacode

Der hier beschriebene binäre Pharmacode (Laetus-Code) ist etwas anderes als die deutsche PZN (Pharmazentralnummer, eindeutiger Produktschlüssel für Apothekenware) oder der Schweizer Pharmacode, der auf Code39 basiert und zu Abrechnungszwecken im Schweizer Gesundheitsmarkt dient. Bei der Doku-Erstellung sollte klar zwischen diesen Begriffen unterschieden werden.

Neue Designerfunktion PageBreak$()

Mit der neuen Designerfunktion "PageBreak$()" zwingen Sie das Programm dazu, an einer ganz bestimmten Stelle im Text einen Seitenumbruch einzufügen und den restlichen Text auf der nächsten Seite fortzusetzen – unabhängig von der automatischen Umbruchlogik.

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Einsatzbereich: Funktioniert in Textobjekten, Formatierten Textobjekten und in Tabellenfeldern.

Voraussetzung

Die Eigenschaft "Seitenumbruch" (Pagebreak) des jeweiligen Textobjekts muss auf True (bzw. aktiviert) stehen – andernfalls läuft das Objekt einfach über, statt umzubrechen.

Beispiel: Soll ein langer Absatz mitten im Satz auf einer neuen Seite fortgesetzt werden, binden Sie die Funktion als Teil der Zeichenkette ein:

"Dies ist ein langer Absatz, der geteilt werden sollte " + PageBreak$() + "um auf der nächsten Seite fortgesetzt zu werden."

Wofür genutzt? Immer dann, wenn ein automatischer Umbruch verhindert und stattdessen an einer exakten Textstelle ein Seitenwechsel erzwungen werden soll – z. B. bei längeren Dokumenten, Verträgen oder wenn bestimmte Kapitel immer auf einer neuen Seite beginnen sollen.

Tabellen: Rahmen und Hintergrund

Tabellen im Berichtscontainer verfügen jetzt über eigene Eigenschaften für Rahmen und Hintergrund. Dadurch lässt sich ein Rahmen um die gesamte Tabelle ziehen bzw. ein einheitlicher Hintergrund festlegen, ohne dies mühsam auf einzelne Zeilen (Kopf- oder Datenzeilen) aufteilen zu müssen.

Herkunft dieses Features

Diese Funktion wurde bereits mit List & Label 29 eingeführt und ist damit älter als die übrigen in diesem Abschnitt beschriebenen Neuerungen. Da beim Update auf v31 mehrere Zwischenversionen übersprungen wurden, ist das Feature für einen Teil unserer Kundschaft trotzdem neu – deshalb wird es hier mit aufgeführt.

So richten Sie das ein:

  1. Klicken Sie im Designer auf die Tabelle, um deren Objekt-Eigenschaften aufzurufen.
  2. Für den Rahmen um die gesamte Tabelle: Öffnen Sie die Eigenschaft Rahmen (oberste Ebene, nicht zu verwechseln mit "Rahmen-Voreinstellung für Zellen") und definieren Sie hier den Rahmen für das gesamte Tabellenobjekt.
  3. Für den Hintergrund: Öffnen Sie die Eigenschaft Hintergrund und legen Sie dort Muster/feste Farbe, Farbe, ggf. Verlauf (Zwischenfarbe, Endfarbe, Einblendfaktor) fest, oder schalten Sie den Hintergrund transparent.

Nicht verwechseln: Rahmen-Voreinstellung für Zellen

Die separate Eigenschaft Rahmen-Voreinstellung für Zellen (mit Layout, Links, Oben, Rechts, Unten) ist nicht der Tabellen-Gesamtrahmen, sondern eine Vorgabe, die neu eingefügten Zellen automatisch zugewiesen wird. Für einen einheitlichen Rahmen um die komplette Tabelle ist die Eigenschaft Rahmen die richtige Anlaufstelle.

Zuvor war ein Rahmen um die gesamte Tabelle nur zeilenweise umsetzbar (z. B. oben/links/rechts für die Kopfzeile, nur links/rechts für die Datenzeilen usw.) – ebenso musste ein einheitlicher Hintergrund bisher über die Einfärbung aller einzelnen Felder erreicht werden.